Tabler werden Playboys in Frankfurt

Am Mittwoch, den 2. April haben sich rund 20 Tabler aus dem Rhein-Main Gebiet einige architektonische Anregungen bei einer Führung durch die Ausstellung „PLAYBOY ARCHITEKTUR 1953-1979“ im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt geholt.

Wer durch frühe Playboy-Hefte blättert, stößt zwischen Centerfolds und Aktfotos auf Architekturikonen von Buckminster Fuller, John Lautner oder Moshe Safdie. Dazwischen lassen sich Fotostrecken entdecken, auf denen sorgfältig arrangierte Designerstühle den sich darauf räkelnden Playmates die Schau stehlen.

Neben verführerischen Bildern boten Interviews und Porträts namhafter Architekten wie Mies van der Rohe einen theoretischen Zugang zur Avantgardearchitektur. Die auf neuartige Weise inszenierten Designobjekte und Architekturen stellten eine eskapistische Welt für den männlichen Leser dar und dienten als Inspirationsquelle für die Gestaltung der eigenen vier Wände.

Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und der Bürgerrechtsbewegung erschuf Playboy den designaffinen Junggesellen, der zum Vorbild einer ganzen Generation wurde und schließlich auch in Film und Fernsehen – man denke etwa an James Bond – Einzug hielt.

Die Ausstellung zeichnet anhand originaler Playboy-Magazine, Modelle und Möbel die zentrale Rolle des Playboys in der Verbreitung der International Style Architektur der 50er bis 70er Jahre nach. Gleichzeitig dokumentiert sie, wie das berühmte Erotik-Magazin ein Massenpublikum in die Welt der futuristisch-urbanen Designvisionen einführte.

Bei einem anschließenden Abendessen diskutierten die Tabler ihre Ideen für etwaige Wohnungsumgestaltungen.

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